Warten auf den Juli …

Derzeit ist echt mal Warten angesagt. Der neue Bogen nimmt langsam Formen an, aber die Wurfarme sind noch unterwegs. Immerhin, der erste Versuch wurde ja wegen Nichtlieferbarkeit storniert, wobei leider die Info auf dem Email-Weg abhanden gekommen ist. Vier Wochen Warten für nix. Aber kommende Woche sollte ich endlich alles beisammen haben, dann geht die Bastelei und Einstellerei wieder los. Aaargh.

Der Juli wird eh busy. Neuen Bogen einrichten und es stehen einige Turniere an. Nach meinem Turnierpech im Mai dank Krankheit und beruflicher Termine hab ich mich mal für den Raiffeisenpokal in Sittenbach (WA720 auf 40 Meter) und die 900er-Runde in Waldtrudering angemeldet (WA900 auf 30/40/50 Meter). Bin mal gespannt. Rechne mir natürlich keine Chancen aus, aber will die Erfahrung mal mitnehmen, Turniere außerhalb des Vereins zu schießen und auch eine kleine Standortbestimmung zu machen.

Hoffe nur, das Wetter spielt ein bisschen mit. Hitze ist ja nicht sooo ein Problem, aber die häufigen Gewitter nerven doch. Wird eng mit dem Training und der Vorbereitung. Aber das wird schon. Abgesehen davon mal mit Kollege Björn bisserl dran basteln, dass wir unsere Steinzeit-Vereinshomepage wieder auf Vordermann bekommen. Tja, Hobbies kosten Zeit. Aber es macht halt auch Spaß und den Kopf frei. Horrido!

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Equipment aus aller Welt

Seitdem ich wieder mit dem Bogenschießen begonnen habe, bin ich stets und ständig dabei, mein Equipment zu optimieren und Dinge auszuprobieren. Und stelle immer wieder fest, dass es überall auf der Welt Leute mit guten Ideen gibt. Oftmals aus dem eigenen Drang heraus, Dinge zu verbessern oder Alternativen zu finden, die größere Hersteller nicht bieten können. Nicht selten sind Leute dabei, die aus ihrem eigenen Basteltrieb heraus sogar ein Kleingewerbe mit Kultstatus gründen.

Beispiel Pfeilauflage. Ich bin Stringwalker, diese Schusstechnik belastet die Pfeilauflagen sehr stark, vor allem auf kurze Entfernungen. Zu dünne Auflagen brechen schnell durch den zusätzlichen Druck von oben, bei zu dicken Auflagen hingegen wird der Pfeil zu stark nach oben geschubst. Erst nach langem Ausprobieren und den Tipp eines Vereinskollegen bin ich dann auf die Springy Rest von Pat Norris gestoßen. Dessen Auflage besteht aus einer Spiralfeder mit unterschiedlichen Stärken, die zugleich die Funktion eines Buttons übernimmt. Seitdem suche ich nicht mehr, denn eben diese Springy hat sich für mich als ideal entpuppt.

Micro-Adjustable-Springy-600x407

Nächstes Beispiel Griffschalen. Zwar sind die Griffstücke der meisten Mittelteile durchaus brauchbar und ergonomisch angenehm, perfekt ist jedoch kaum eins, dabei ist die Handhaltung am Bogen durchaus wichtig. Auch hier fand ich durch ein Bowhunter-Forum eine richtig tolle Lösung, nämlich die Custom-Griffe von Jäger Archery in den USA. Bestellt, angeschraubt, gestaunt – denn mit diesem Griff ist es fast unmöglich, den Bogen falsch zu halten. Wie mir scheint, ebenfalls ein Mensch, der sich selbst ein Griffstück gebastelt hat und nun für alle verbreiteten Mittelstücke spezielle Griffschalen herstellt.

Nun geht es weiter mit dem Fingertab. Bisher hab ich immer das Standardmodell von A&F geschossen. Dabei nervt mich allerdings, dass die Grifffläche nicht optimal ist und der Scheiß Gummizug für den Mittelfinger schneller ausleiert, als ich ihn nachjustieren kann. Habe bereits zwei oder drei Alternativen ausprobiert, alle Mist. Auch über ein Forum bin ich nun auf Laszlo aus Ungarn und seine VLBB-Tabs gestoßen. Nach einem netten Talk via Facebook hat er mir nun Tabs sogar mit für mich veränderten Maßen angefertigt.

vlbb-tabs

Ich bin sehr gespannt, ob auch hier nun meine Suche ein Ende hat, aber ich bin zuversichtlich. Paket ist unterwegs, ich halte euch auf dem Laufenden. Oh übrigens, die Pläne für den neuen Bogen haben sich schon wieder geändert. Die Wurfarme, die ich haben wollte, sind nämlich nicht lieferbar und die Stornierung seitens des Händlers ist bei mir nicht angekommen. Wird’s halt was anderes … etwas teurer, aber ich hoffe richtig gut.