gamescom, Mordor, XCOM und 3D

Uff, vollgepackte Wochen zur Zeit. Letzte Woche ging es mal wieder ein paar Tage auf die gamescom, einen Batzen Hardware-Termine für Gameswelt, Füße plattlatschen, wenig schlafen und die eine oder andere Party mitnehmen und alte Bekannte wiedertreffen bei gemütlichen Drinks. War anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht, auch wenn das alte gamescom-Feuer nicht mehr so brennt. Ist halt doch mittlerweile eher Business und Routine geworden. Kein Wunder, nach fast 18 Jahren in der Branche.

Zwischendurch nach längerer Zeit auch mal wieder ein Spiel getestet, das Add-on XCOM 2: War of the Chosen konnte ich mir ja nicht entgehen lassen. Ist auch richtig geil geworden, wer Interesse hat, kann ja mal meinen Test zu XCOM 2: War of the Chosen auf Gameswelt nachlesen.

Daheim zocke ich gerade Mittelerde: Mordors Schatten. Zwar schon etwas älter, macht aber immer noch tierisch Spaß und ich freu mich auf den Nachfolger Mittelerde: Schatten des Krieges im Oktober. Okay, hat mit dem „richtigen“ Herr der Ringe kaum noch etwas zu tun, ist aber einfach geil, allein schon wegen des genialen Nemesis-Systems.

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Kommt ja eh demnächst einiges raus, was mich interessiert. NHL 19 ist Pflicht, ebenso Forza 7 und Project CARS 2. Das Add-on zu Dishonored 2 kann ich mir auch nicht entgehen lassen. Und Assassin’s Creed Origins sieht verdammt lecker aus, da scheint sich ja einiges zu tun.

Das Bogenschießen bleibt natürlich nicht auf der Strecke. Bereite mich fleißig auf die Vereinsmeisterschaft 3D vor, endlich mal nicht auf Zielscheiben ballern. Waren auch ein zweites Mal im Bogenpark Hohenkammer, hat erneut viel Spaß gemacht. Schön zu sehen, dass sich meine besten Freunde Laura und Ingo dort auch in neue Bögen verliebt und sie käuflich erworben haben. Hoffe, sie haben lange viel Spaß damit, so wie ich mit meinem Spiga-Uukha-Baby. Bei mir haben Tennisbälle, egal ob bewegt oder nicht, jedenfalls keine große Überlebenschance mehr.

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Die nächsten Wochen werden sicherlich in vielerlei Hinsicht interessant, mal schauen, was das alles so wird …

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ITF 2017 in Hallbergmoos

Wenn die Sonne brennt, lockt einmal jährlich das Indianer und Trapper Festival auf dem Hausler-Hof in Hallbergmoos bei München. Drei Tage lang steht das Gelände ganz im Zeichen des Wilden Westens. Das Festival, das vom Hausler-Hof in Zusammenarbeit mit dem Country & Western Verbunds Southernstars e.V. durchgeführt wird, lockt mit jeder Menge Attraktionen rund um Cowboys und Indianer nebst reichlich Speisen und Getränken.

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Auch meine Kollegen vom BC Keltenschanze nebst meiner Wenigkeit waren vom 11. bis 13. August vor Ort. Nicht jeder an allen Tagen, aber wir waren erfreulich gut besetzt. An unserem kleinen Schießstand haben wir dem neugierigen Publikum die Möglichkeit gegeben, mal selbst einen Bogen in die Hand zu nehmen und erste Pfeile unter fachkundiger Anleitung zu schießen. Ein Angebot, das sowohl von den Erwachsenen als auch reichlich Kindern gern angenommen wurde.

Zwar hielt sich der Andrang aufgrund des wechselhaften Wetters ein wenig in Grenzen, Langeweile bei der Einweisung von Frischlingen in den Bogensport hatten wir aber nicht. Unsere zehn Mann, die vor Ort waren, kamen jedenfalls kräftig ins Schwitzen. Vor allem bei den Kleinen bildeten sich zuweilen lange Schlangen, die aber ohne Probleme und ohne Murren der Gäste abgearbeitet werden konnten.

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Wir hatten nicht nur eine Menge Spaß, am Ende kam sogar ein stattliches Sümmchen für verschiedene Spendenprojekte der Veranstalter zusammen, die darüber mindestens so erfreut waren wie wir. Uns hat es jedenfalls eine Menge Spaß gemacht und wir hoffen sehr, dass wir im kommenden Jahr wieder genug Leute an den Start bringen können, um auch dann wieder mit einem Bogenschießstand vom BC Keltenschanze vertreten zu sein.

Feiertag im Bogenpark Hohenkammer

Das schöne Wetter am Feiertag lockte uns semispontan, mit fünf Mann/Frau den noch jungen Bogenpark Hohenkammer nördlich von München zu besuchen. Ich hatte schon viel Positives drüber gehört und es war verlockend, mal was anderes sehen als die gute, alte Keltenschanze. Morgens um kurz nach 10 Uhr kamen wir am Parkplatz vom Schloss Hohenkammer an und machten uns auf den etwa viertelstündigen Weg zum Bogenpark und erreichten ziemlich schnaufend die Waldhütte, wo wir in Empfang genommen wurden.

Der recht matschige und etwas steile Waldweg bei rund 30 Grad mit vollem Bogengepäck hatte durstig gemacht. Zur Erfrischung erstmal eine Runde Radler (Getränkepreise SEHR moderat) und mit der Crew vom Bogenpark an der kleinen Hütte mit Einschießplatz plaudern. Netter Haufen, mit spürbar viel Liebe zum Bogensport. Ein oder zwei von uns kamen nicht dran vorbei, einige der wunderschönen Mind-Factor-Bögen anzuschauen und auszuprobieren, die das Team vor Ort verkauft. Dann flugs eingeschossen, je 14 Euro für die große Parcours-Runde abgedrückt (Compound ist übrigens nicht gestattet) und los ging es in den Wald. Der Parcours besteht aus insgesamt 28 Stationen, einige davon mit zwei 3D-Tieren bestückt. Es kann aber auch eine kleine Runde mit nur 10 Stationen für entsprechend weniger Geld geschossen werden.

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Der Parcours selbst ist gut begehbar mit gut gekennzeichneten Wegen und Stationen, sich zu verlaufen ist quasi unmöglich. Auch wer nicht ganz so fit ist, hat dort seine Freude, denn größere Steigungen oder Gefälle gibt es aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten nicht. Angenehm ist, dass man quasi die ganze Zeit über durch den Wald läuft. Auch bei Hitze ist es also recht gemütlich auf dem Parcours, sieht man von den obligatorischen Mücken und Erdwespen ab, deren Nester freundlicherweise gekennzeichnet waren.

Die 28 Stationen sind recht interessant gestellt mit jeweils zwei Abschusspflöcken in Blau (circa 5-25 Meter) und Rot (circa 5-60 Meter). Da wir auch zwei Damen mit eher schwächeren Bögen dabei hatten und wir allesamt in diesem Jahr bisher noch etwas 3D-faul waren, entschieden wir uns allerdings für die gemütlichen blauen Pflöcke. Mit dabei waren einige kleine Fiesheiten wie Schüsse durch Reifen oder Baumwurzeln und sogar ein bewegliches Ziel. Vermisst haben wir allerdings heftigere Steilschüsse nach oben oder unten – wie schon erwähnt ist das Gelände insgesamt relativ flach. Einsteiger werden darüber allerdings nicht allzu böse sein. Das Konzept des Parks richtet sich ja nicht nur an Profis, sondern auch an Familien und Menschen, die zuvor noch nie einen Bogen in der Hand hatten.

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Da wir uns für je drei Pfeile pro Ziel entschieden hatten, gab es viel zu tun und insgesamt waren wir im gemütlichen Tempo an die viereinhalb Stunden auf dem Parcours unterwegs. Es geht natürlich auch schneller, aber wir hatten viel Zeit und wollten unseren Ausflug genießen. Ich denke, wenn man Gas gibt, sollte man die große Runde innerhalb von zweieinhalb bis drei Stunden schaffen können.

Es gab abgesehen von der Herzlichkeit der Bogenpark-Crew viel Positives anzumerken. Wie schon erwähnt, sind alle Wege und Stationen gut markiert und erkennbar. Zu jedem 3D-Tier gibt es eine Tafel mit Informationen zu seinem realen Gegenstück, sehr schön für Kinder. Die Qualität der gestellten 3D-Tiere war zum großen Teil gut bis sehr gut, offenbar achtet das Team drauf, arg zerfledderte Exemplare schnell zu ersetzen.

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Insgesamt auf jeden Fall ein sehr lohnender Besuch, der im Biergarten von Schloss Hohenkammer schlussendlich seinen Abschluss fand. Nette Crew, ein schöner und gut gepflegter Parcours, der im Prinzip für Jedermann geeignet ist, insgesamt ein toller Tag, den wir sehr genossen haben, auch wenn wir alle am Ende ziemlich platt waren. Zwar fehlten wie erwähnt ein wenig die Bergauf- und Bergabschüsse, was aber durch knifflige Distanzschüsse gut wieder ausgeglichen wird.

Ich werde auf jeden Fall wieder hinfahren, zumal das Angebot gut ist. Neben dem Parcours gibt es die Möglichkeit für Neulinge, sich im Intuitivschießen ausbilden zu lassen, aber auch die Möglichkeit, mit Gruppen von bis zu 20 Personen dort aufzulaufen für ein Team-Event mit Einführung ins traditionelle Schießen, Leihequipment und Parcours-Runde. Wir drücken dem Team die Daumen, dass es weiterhin gut vorangeht und bedanken uns für die Gastfreundschaft!

Endlich, der Bogen ist komplett!

So, nachdem diese Woche mein Jager Grip aus den USA angekommen ist, hab ich mein neues Baby endlich komplettiert. Natürlich nicht ohne unvorhergesehene kleine Probleme. Das Spigarelli Revolution Mittelteil wird ja mit einem Holzgriff ausgeliefert. Der hat gleich zwei Nachteile: zum einen ist er nicht gut angepasst und wackelt ein wenig (bekanntes Problem bei dem Teil), zum anderen ist er nur mit einer Schraube befestigt. Nicht gut. Gar nicht gut.

Da ich mit dem Jäger Grip mit Palm Rest aus den USA bei meinem alten Bogen schon gute Erfahrungen gemacht hab, war der nächste Schritt einfach. Bis auf die Tatsache, dass der Jäger Grip mit zwei Schrauben montiert wird. Die ich natürlich nicht da hatte. Kurzerhand also in der Kiste gewühlt und mit Flachzange und Metallsäge mir mal eben selbst zwei M4x8 zugeschnippelt. Hält bombenfest. Gut, denn ich hab keine Zeit, extra wegen zwei Schrauben zum Baumarkt zu düsen.

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Nach den ganzen Feinjustierungen am Wochenende und der Griffmontage ist das Baby aber nun endlich fertig und ich liebe ihn schon jetzt. Meine Dragon Flight Vanes aus Italien sind übrigens immer noch nicht da, aber immerhin ist die Retoure angekommen beim Händler und wurde erneut verschickt. Sollten also endlich kommende Woche ankommen. Werd dann mal schauen, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat, bin mit den Bohning Vanes, die ich ersatzweise angeklebt hab, eigentlich sehr zufrieden. Mal schauen.

Mein neues Setup ist jetzt jedenfalls komplett:

  • Mittelteil: Spigarelli Revolution Barebow (schwarz-silber, nicht das gruselig bunte)
  • Wurfarme: UUKHA UX 100 Curve 70″ 34 lbs
  • Spigarelli Z/T Pfeilauflage
  • Beiter Button
  • Bearpaw Fastflight Sehne 16 Strang 70″
  • Jäger Grip mit Palm Rest
  • Pfeilsorte 1: Victory VAP Target Sport 700 mit Tophat–Breakoff-Spitze 110 grain, Bohning 1.75 Vanes und Bohning F-Nocken
  • Pfeilsorte 2: CrossX Helios 800 mit 100 grain Spitze, Easton G-Nocken und Naturfedern (quasi als Reserve und zum Üben)
  • Tab: VLBB Cordoban Custom
  • Fingerschlinge: VLBB (danke, Laszlo!)

Zwei Sorten Pfeile klingt blöd, aber beide fliegen exakt mit den gleichen Abgriffen. Werde vermutlich die CrossX eher für 3D und die VAPs für Target nehmen. Die VAPs kommen mir ab 40 Meter etwas stabiler vor und fliegen imho gradliniger. Kann aber auch täuschen. Egal.

Habe jetzt jedenfalls nach endlosem Basteln endlich ein Setup, das mir richtig gut gefällt und mörderisch Spaß macht. Das war es wert, auch wenn es nicht gerade günstig war.