Bogenpark Oberweissbach: Spannender 3D-Parcours mit schöner Kulisse

Sonntag war mal wieder Parcours-Ausflug angesagt, nachdem Kumpel Ingo mich so semispontan überreden konnte, aufs Auspennen zu verzichten. Der Bogenpark Oberweissbach in Österreich sollte es werden. Kurzerhand hab ich meinen Blankbogen mal daheim gelassen, hatte ohnehin vor, am Sonntag mal wieder ein wenig mit meinem Hoyt Tiburon zu schießen, da mir die Umstellung auf die Hallensaison derzeit noch etwas schwer fällt und ich mal den Kopf freibekommen wollte.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt von München aus kamen wir jedenfalls an. Der Bogenpark ist sehr idyllisch gelegen, mit viel Wald, Wiesen und Bergen drumherum. Mittendrin ein schönes Wirtshaus, wo man sich vor und nach dem Schießen wunderbar stärken kann, sowohl drinnen als auch auf der schönen Terrasse. Übrigens zu sehr humanen Preisen, ein richtig gutes Wiener Schnitzel für etwas mehr als zehn Euro – kann man nicht meckern. Parkplätze sind hinreichend vorhanden.

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Der Bogenpark selbst besteht aus vier Parcouren, die rund um das zentrale Wirtshaus angelegt wurden. Jeder Parcours verfügt über 14 Stationen mit teils mehreren 3D-Tieren und umfasst jeweils einen Laufweg von etwa eineinhalb bis zweieinhalb Kilometern. Zu dritt jeweils gut in ein bis eineinhalb Stunden pro Parcours zu schaffen, wenn man es gemütlich angehen lässt. Optisch eine schöne Mischung aus Panorama und Wald, geht es munter bergauf und bergab, aber ohne allzu große Schwierigkeiten. Die Wege im Parcours sind gut gekennzeichnet und auch gut zu gehen. Festes Schuhwerk ist natürlich ein Muss.

Geschossen wird nach der Regel, dass maximal drei Pfeile auf ein Ziel geschossen werden, wobei beim ersten Treffer der nächste Schütze an der Reihe ist. Punktekarten gibt es bei der Hütte, dort muss man sich auch eintragen und das Eintrittsgeld (sehr moderate 5 Euro pro Parcours und Person) zahlen. Das geht ganz easy an einer Box ohne großen Aufwand. Die Betreiber setzen auf die Ehrlichkeit der Bogenschützen. Leihausrüstung und Kurse gibt es übrigens auch, aber nur nach Voranmeldung. Ein Einschussbereich zum Aufwärmen ist natürlich ebenfalls vorhanden, ebenso wie eine Infotafel mit allen nötigen Infos und Wegbeschreibungen.

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Die Parcoure sind recht anspruchsvoll und haben ordentlich an meinen Nerven genagt. Was aber vor allem daran lag, dass ich meinen Tiburon überhaupt das erste Mal intuitiv auf einem 3D-Parcours geschossen hab. Ging aber erfreulich gut, ich konnte mit meinen Freunden gut mithalten und belegte am Ende mit jeweils zehn Punkten Unterschied nach vorn und hinten den mittleren Platz von uns Dreien. Hat mich allerdings auch drei Pfeile gekostet. Zwar gibt es lobenswerterweise an den meisten Stationen Fangnetze, Dämpfer und Matten, die können aber halt nicht alles abfangen. Erwartungsgemäß hab ich doch den einen oder anderen Pfeil daneben gesetzt und bei meinem typischen Glück drei Mal auf Stein getroffen. Autsch.

Bleibt nicht aus, wenn man Bogen und Schusstechnik nicht so gewohnt ist und sich erstmal reinfieseln muss. Ich bin normalerweise Stringwalker und überhaupt nicht geübt im Intuitivschießen. Das war’s aber wert und ich bin ganz froh, dass ich mit dem kurzen Jagdrecurve nebst Feldköcher mal etwas weniger herumzuschleppen hatte.

Die Ziele sind jedenfalls clever, schön und natürlich gestellt. Die Palette der Entfernungen von eher kurz bis lang wird wunderbar ausgenutzt, hinzu kommen nicht wenige Schüsse bergauf und bergab mit teils schwer einzuschätzenden Entfernungen und einigen knappen Passagen für den Pfeilflug sowie teils kniffligen Standpositionen. Die drei der vier Parcoure, die wir geschafft haben, machten uns jedenfalls eine Menge Spaß und haben uns ordentlich gefordert. Die 3D-Tiere sind größenteils sehr gut in Schuss, der gesamte Parcours wirkt ebenfalls sehr gepflegt. Es gibt die übliche Bepflockung in Rot, Blau und Gelb, zusätzlich noch weiße Pflöcke, wir vermuten für Frischlinge.

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Der Bogenpark ist übrigens das ganze Jahr über geöffnet, man kann sich also auch im Winter austoben. Wobei das Wirtshaus wohl ab Mitte Oktober während der Herbst-Winter-Saison nur am Wochenende geöffnet ist, wenn wir das richtig mitbekommen haben. Alles in allem haben wir viereinhalb Stunden im Bogenpark verbracht, zuzüglich lecker Essen und ein Bierchen hinterher. Langweilig wurde es uns nicht, die Anlage ist wirklich schön, das Personal rund um Chef Marc Schmiderer superfreundlich und hilfsbereit. Wir fanden es super und kommen sicherlich wieder!

Weitere Informationen zum Bogenpark, den Parcouren sowie Angebot und Preisen findet ihr auf der Website vom Bogenpark Oberweissbach.

 

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Heißer Bogen- und Spieleherbst

Richtig viel los zur Zeit, daher ist mein kleiner Blog ein bisschen zu kurz gekommen die letzten paar Wochen. Abgesehen von schlafraubenden Entscheidungen im privaten Bereich gab es massig zu tun. Reichlich Ausflüge zur Keltenschanze haben immerhin für ein wenig Abschalten zwischendurch gesorgt. Zudem stand die 3D-Vereinsmeisterschaft an, wo ich den dritten Platz geholt hab. Sehr knapp, nur fünf mickrige Punkte am zweiten Platz vorbei. Pünktlich zum schlechten Wetter startet ab heute nun wieder das Hallentraining und im Oktober/November stehen einige Turnieren an.

Ansonsten ist es ein extrem munterer Spieleherbst, der mich sowohl beruflich als auch privat kräftig in der Mangel hat. Für Gameswelt konnte ich unter anderem das hervorragende XCOM 2: War of the Chosen testen. Zudem war ich in London und konnte einige Stunden mit dem neuen Assassin’s Creed Origins verbringen. Das wird verdammt gut glaube ich, freue mich schon tierisch drauf. Die letzten Tage (und wohl noch einige folgende) hat mich Mittelerde: Schatten des Krieges im Griff gehabt. Richtig gut geworden, die wunderbaren Uruks zu verkloppen macht verdammt viel Spaß.

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Ansonsten bin ich mit den Jungs viel in Destiny 2 unterwegs. Macht auch richtig Laune, nur das Lootsystem bei höherem Powerlevel nervt zuweilen gewaltig. Geht irgendwie nicht so recht voran. Aber egal, wir haben Spaß, sowohl am Spiel als auch noch mehr beim Blödsinn labern im Voice Chat. Verdammt viel zu zocken, Forza 7 und NHL 18 schauen mich schon ganz vorwurfsvoll an. Elex und Divinity müssen wohl noch bis zur Weihnachtspause warten. Autsch.

Nächste Woche wird auch wieder munter, auf meinem Schreibtisch stapelt sich reichlich Hardware, die in den kommenden Tagen getestet werden will. Sehe kaum noch die Tischplatte. Aber auch das bekommen wir noch hin. Abgesehen davon hat unser Videoteam rund um Kollege Felix derweil die 400. Folge unserer Gaming-Sendung Insert Coin veröffentlicht. Krass. Wer hätte das gedacht, als wir das Baby mal ins Leben gerufen haben. Schaut mal rein, es lohnt sich.

So, nun die Tasche packen und ab zum ersten Hallentraining der Saison 2017/2018.