Das Elend mit den Pfeilen …

Irgendwie hört der Bogensport nie auf, einen zu überraschen. Nachdem ich mit dem Best Moon und den Uukhas endlich meine Erfüllung und ein – wie ich meine – gutes Tuning gefunden habe, geht das große Aussortieren weiter. Mit einigen verblüffenden Ergebnissen. Dass meine alten ACC 620, die ich eigentlich schon verkaufen wollte, mit dem neuen Bogen auf WA-Distanzen fliegen wie eine Eins, ist nur eine Sache.

Derweil sind noch ein paar Easton X7 mit NIBB-Spitzen, 350er DragonFlight Vanes und Easton Super Nocks und 2114er Spine dazu gekommen, die ich gebraucht günstig bekommen hab. Der erste Ausflug in die Halle war damit überaus vielversprechend. Das Tuning des Bogens passt prima, die Pfeile fliegen gut und erfreulich zielgenau.

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Meine 3D-Pfeile indes entpuppten sich als zu weich. Fast schon absurd. Mein alter 32-Lbs-Bogen mit SF-Wurfarmen kommt mit dem Spinewert von 800 wunderbar klar, die Dinger landen da, wo sie sollen. Beim nur zwei Lbs stärkeren Best Moon mit den Uukhas entpuppen sie sich als viel zu weich. Dort scheinen die 600er deutlich besser zu fliegen. Was zwei Lbs und die massiv schnelleren Wurfarme ausmachen können. Augenscheinlich fühlen sich die Uukhas mit 6-700ern deutlich wohler trotz des auf dem Papier geringen Unterschieds.

Da bleibt wie üblich die Empfehlung: nicht blind irgendwas bestellen, was theoretisch passen könnte, sondern ausprobieren, wenn irgend möglich. Spinewerte, Federn, Spitzen, Wurfarme, Zuggewicht, Schaftlänge – all das ist ein ungemein komplexes Zusammenspiel, das manchmal so gar nicht so recht der Theorie entsprechen mag.

Damit ist die To-Do-Liste wieder gut gefüllt. Für Halle, WA und Feld hab ich jetzt im Prinzip alles wunderbar zusammengestellt. Für 3D geht’s nun daran, meinen Bestand durchzuprobieren und für den Best Moon und den Jagdrecurve die passenden Pfeile zu finden, vorzugsweise aus meinem nicht ganz kleinen Bestand. Natürlich nehm ich für 3D robustere und schwerere Pfeile mit entsprechenden Spitzen, nicht dass nach den üblichen Fehlschüssen der Bestand gleich wieder schrumpft.

Werd daher meine verschiedenen Sorten 600er mal mit dem neuen Bogen probieren und die Altbestände mit dem Jagdrecurve durchtesten. Bei dem hatte ich eh das Gefühl, dass die 600er zu hart sind. Mit etwas Glück passt das alles dann doch irgendwie zusammen, sodass ich am Ende für jeden Bogen die passenden Pfeile parat habe, ohne wieder das Sparschwein schlachten zu müssen. Es bleibt spannend. Aber so langsam neigt sich alles einem guten Ende zu 🙂

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