Bayerische Meisterschaft WA3D – Resümee

Mit Abschluss der Bayerischen Meisterschaft WA3D in Collenberg am vergangenen Wochenende ist die offizielle Turniersaison für mich nun erstmal durch, bevor es im Herbst dann wieder an die VM 3D geht. War meine erste Bayerische und von daher wieder mal eine neue Erfahrung. Hat auf dem spannend gestellten Parcours am Ende nur für Platz 21 von 27 gereicht, aber ich bin nicht unzufrieden – immerhin nicht Letzter. Und ganz nebenher eine Menge Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und eine lange To-Do-Liste für die nächsten Wochen. Diese To-Do-Liste möchte ich einfach mal mit euch teilen, vielleicht interessiert es den einen oder anderen Leser oder gibt euch sogar einige Anstöße.

Gut war grundsätzlich schon mal, dass mein Bogen keine Probleme gemacht hat. Offenbar hab ich das richtige Setup gefunden, wenn ich mal alles richtig gemacht hab (also eher selten) saßen die Pfeile wo sie sollten. Werde allerdings demnächst noch ein wenig mit den Blankbogengewichten des Mittelteils arbeiten und eventuell das Gewicht etwas reduzieren, der Brummer ist schon ganz schön schwer. Das macht den Bogen zwar ruhig und stabil, kostet aber auch Kraft in der linken Schulter, speziell beim Nachhalten. Auf das Frontgewicht werd ich nicht verzichten können, aber bei den Einbaugewichten werd ich mal ein wenig experimentieren. Geht ja fix.

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(Foto: www.3d-bogenregion.de)

Ein Problem bei der Bayerischen, das ich nicht beeinflussen konnte, war das Wetter. Immer wieder leichter Regen, dazu recht hohe Temperaturen und speziell im Waldabschnitt eine extreme Luftfeuchtigkeit haben mich kräftig Punkte gekostet. Weniger wegen des Dauerschwitzens, als vor allem, weil meine Brille andauernd beschlagen ist. Zum Pflock, Putzen, Auszug, Absetzen, Putzen, schnell schießen bevor wieder Nebel vorm Fenster ist. Das hat mal richtig genervt und mich locker 5 bis 10 Plätze gekostet. Anti-Beschlag-Spray für die Brille gehört also demnächst ins Turniergepäck, muss aber auch lernen, mich von so etwas nicht aus der Fassung bringen zu lassen. Nicht einfach.

Was mich selbst sehr gewundert hat: ich hab mich ungewohnt oft derbe bei den Entfernungen verschätzt. Speziell bei größeren Zielen auf mittlere Entfernungen lag ich einige Male überraschend daneben. Natürlich spielt das Licht eine Rolle beim Schätzen, aber beim Training im Verein und im Bogenpark Hohenkammer ist das deutlich seltener passiert. Muss hier also am Ball bleiben, weiter üben, möglichst auf unterschiedlichen Parcouren und das verfeinern, gerade die Relation zwischen Zielgröße und Entfernung. Hat mich jedenfalls unnötig einige Ringe gekostet und ärgert mich im Nachhinein am meisten. Entfernungen schätzen ist schließlich die halbe Miete, nicht nur bei 3D, sondern auch bei Feldbogen. Das muss einfach sitzen.

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(Foto: www.3d-bogenregion.de)

Nervig, aber immerhin weniger schädlich für die Punktzahl, waren einige Konzentrations- und Flüchtigkeitsfehler. Hier mal nicht voll ausgezogen, da mal nicht auf den Sehnenschatten geachtet, dort mal schlecht gestanden oder mal unsauber gelöst. Okay, das lässt sich nicht auf Anhieb beheben, sondern ist einfach Übungssache. Muss also weiter dran arbeiten, meine Abläufe sauber hinzubekommen und das zu automatisieren. Je sicherer das sitzt, desto weniger Auswirkung haben dann auch äußere Faktoren (wie eben jene Brillengeschichte).

Gut war auf jeden Fall, dass Kraft und Ausdauer gut gereicht haben, um über das volle Turnier durchzuhalten. Natürlich haben die beiden „Boxenstopps“ geholfen. Getränk war auch dabei, Bauch war vorm Turnier gut gefüllt. Und ich hab wenig mitgeschleppt. Das nötige Kleinkram hat in die Taschen meiner wunderbaren Hose gepasst, nebst einer Getränkeflasche. Bin sehr froh, dass ich mich nicht noch mit einem Rucksack herumplagen musste, mir hat schon die Kraxelei mit dem kaputten linken Knie gereicht.

Gibt also reichlich zu tun. Abgesehen davon ringe ich mit der Entscheidung, mich bei den Disziplinen stärker zu fokussieren, zumal ich immer mehr merke, dass 3D und Feld im Gelände mir deutlich besser liegen als die FITAs mit ihren festen Entfernungen auf dem Sportplatz. Letztere langweilen mich recht schnell und dementsprechend geht die Konzentration auch schnell runter. Ein Problem ist zudem, dass die Turniere sich kräftig überschneiden und ich mich im Grunde auf mehrere Disziplinen gleichzeitig vorbereiten müsste. Für mich als „Wochenendschütze“ wird das einfach zu viel und andere Möglichkeiten hab ich zeitlich und räumlich nun mal nicht.

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So wie es derzeit aussieht, werd ich die WA Halle zwar mitnehmen, weil im Winter ohnehin Hallentraining angesagt ist, aber maximal bis zur Bezirksmeisterschaft, wenn überhaupt und nur, wenn ich Lust habe. Die WA 720 lief 2018 ohnehin bescheiden, werd ich wohl 2019 komplett sausen lassen und alle Zeit in die Vorbereitungen für Feld und 3D stecken, die sich ja grundsätzlich nicht so unähnlich sind, außer dass es bei der einen auf bekannten und unbekannten Entfernungen im Gelände auf Scheiben geht, bei der anderen auf unbekannten Entfernungen im Gelände  auf Plastikviecher. Ich hoffe, dass mir die Begrenzung mehr Fokus und damit bessere Vorbereitung auf die Meisterschaften bringt.

Natürlich soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Auch wenn der Blankbogen meine Hauptdisziplin bleibt, werden mein Jagdrecurve und mein Langbogen auch immer wieder mal zum Einsatz kommen. Man, oder besser ich, kann nicht das ganze Jahr über jeden Tag denselben Bogen schießen. Bisserl Abwechslung muss auch mal sein, zumal das instinktive Schießen durchaus das Entfernungen schätzen schult.

Mein Hoyt Tiburon, den ich zuletzt übers Shelf geschossen hab, bekommt wieder eine Springy-Auflage. Werd das Baby ab und an als Bowhunter Recurve mit 3-Under im 3D-Bereich schießen. Der Jackalope Malachite Langbogen wird mich demnächst just for fun immer mal wieder auf externe Parcoure begleiten. Bisserl Abwechslung tut gut und wie ich früher schon mal gesagt hab: man kann von einer Bogenklasse immer etwas für eine andere Bogenklasse lernen.

Jedenfalls gibt es viel zu tun und ich bin nicht traurig, dass in den kommenden zwei Monaten keine offiziellen Turniere mehr anstehen. Was nicht heißt, dass ich nicht noch die eine oder andere 3D- oder Feldrunde im Umkreis mitnehmen werde. Aber erstmal gilt es, weiter an den Basics zu arbeiten. Es gibt noch immer viel zu tun und stets weitere Erfahrungen zu sammeln.

 

 

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Bogenkrams: endlich wieder ein Update

Meine Güte, bin ja die letzten Wochen ganz schön faul gewesen, was das Schreiben hier angeht. Gab allerdings auch nicht so wahnsinnig viel zu berichten. Ok, eigentlich doch, immerhin war das Frühjahr vollgepackt mit Turnieren.

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Lief leider nicht alles rund. Feld war ich schnell raus, da ich gesundheitsbedingt bei der Bezirksmeisterschaft passen musste. WA 720 war ich zwar auf der Bezirk, lief aber nicht wirklich rund, schon die VM war eine mittlere Katastrophe. Immerhin war 3D nicht übel. Auf der Bezirksmeisterschaft persönliche Bestleistung geschossen und am 22.07. geht es nun nach Collenberg zur Bayerischen Landesmeisterschaft. Bin super gespannt, wie es läuft, zumal der dortige Parcours einer der schönsten in Deutschland sein soll.

Beim Blankbogen selbst gibt es nicht viel Neues. Hier und da mal eine Kleinigkeit, ansonsten versuche ich mehr oder minder verzweifelt, eine stabile Form zu finden. Kämpfe immer noch mit der Technik, irgendwas hat sich da eingeschlichen, was ich nicht so wirklich rausbekomme. Nachdem ich meinte, im März alles im Griff zu haben, gab es im April dann doch wieder Probleme. Blöd.

Einen Neuzugang gibt es in meinem Regal. Bei BSW gab es kürzlich einen Jackalope Malachite im Angebot und da ich eh mit einem Langbogen als Funbogen für Parcoure und zum Kopf freiballern geliebäugelt hatte, hab ich gnadenlos zugeschlagen. Kann man machen für 150 Euro. Macht Spaß das Teil, bisher zwei Mal geschossen und erstaunlich viel getroffen, obwohl ich vom intuitiven Schießen eigentlich gar keine Ahnung habe. Vielleicht ja eben drum.

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So, das war mal ein schnelles Update. Werd dann berichten, wie es auf der Bayerischen war. Sofern ich nicht völlig versage … Oh, erwähnt ich, dass ich nun endlich den Yost-Tab in rot hab, passend zum Bogen? Der grüne Köcher für den Malachite ist auch bestellt … manchmal bin ich doch eine Mode-Bitch 😉

Hallensaison vorbei, es geht wieder raus!

Alle Jahre wieder: kurz vor Ostern ist die Hallensaison vorbei und es geht endlich wieder raus auf die Keltenschanze. Es gibt reichlich zu tun, die Vorbereitungen für die kommenden Frühjahrsturniere laufen auf Hochtouren. Abgesehen davon hat sich ja einiges bei meiner Ausrüstung geändert und basierend auf den Erfahrungen der letzten Wochen auch bei der Schusstechnik.

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An einem Wochenende hatte ich schon mal Gelegenheit, mein ganzes Pfeilarsenal durchzuchecken. Nach dem Tuning des Bogens und nochmaliger Veränderung meines Ankerpunkts, der nun deutlich stabiler ist als zuvor, gibt’s natürlich wieder Veränderungen beim Pfeilflug. Mal ganz abgesehen davon, dass mein feines 18-Meter-Hallensetup auf 40 Meter und mehr mal so gar nicht funktioniert hat.

Also wieder Großbasteltage. Button neu justiert, Auflage angepasst und alles auf die Pfeile abgestimmt, die mich nun im Frühjahr und Sommer begleiten sollen. Beim direkten Vergleich meines Arsenals haben sich schlussendlich die Easton ACC 680 mit 80 gr. Spitze und 225er Dragon Flight Vanes als Favoriten herauskristallisiert. Hatten einfach von allen die dichteste Gruppierung. Mal schauen, ob ich damit den Aufwärtstrend nach meiner Herbst-Winter-Formkrise aufrecht erhalten kann. Bisher sieht’s nicht übel aus.

Die härteren 620er kommen erstmal in die Reserve, die 3D-Ofenrohre dürfen sich mit meinem Jagdrecurve vergnügen. Einzig die Victory VAP 700 werde ich noch weiter nutzen, aber nur zu Trainingszwecken für Feld und 3D, bis ich da wieder so sicher schieße, dass nicht allzu viele Pfeile in die Pampa segeln.

Ansonsten endlich einen roten Feldköcher geholt, passende zum Mittelteil meines Bogens und eine Bestellung bei Yost in den USA ist auch raus. Jetzt muss demnächst nur noch das Wetter mitspielen.

Verdammt sportliche Weihnachten

Meine zweieinhalb Wochen Weihnachtspause fingen ja nicht so gut an dank eingeklemmtem Nerv und mehreren Tagen Rückenschmerzen nebst verpasstem Fackelturnier. Das wunderbare Wetter an den drei Weihnachtstagen hat mich aber komplett wieder versöhnt. So sportlich war Weihnachten noch nie für mich, drei Tage jeweils vier Stunden auf unserem Bogenparcours verbracht.

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Hab die Zeit und die Sonne gut genutzt und mein Weihnachtsgeschenk in allen Belangen eingestellt, eingerichtet, getuned und ausgeschossen. Mit dem Ergebnis, dass das Best Moon Mittelteil für meinen Blankbogen ein Goldgriff war. Das Spiga Revo war ja nicht übel, aber in Verbindung mit den temporeichen Uukha-Wurfarmen einfach zu instabil für sauberes Schießen. Der Spiga dient nun zuhause mit meinen alten SF-Wurfarmen als Trainingsbogen für die Technik.

Erfreulicherweise konnte ich in den letzten Wochen zudem über 700 Euro durch den Verkauf alter Bögen, Pfeile und Zubehör einnehmen, sodass die Anschaffung auch gleich wieder mehr als gedeckt war.

Das neue Setup ist nach dem Tuning jedenfalls ein Traum. Der Bogen schießt sich fantastisch auf allen Entfernungen. Der Point Blank liegt bei derweil 60 Metern. Auch die Schusstechnik hat sich wieder deutlich verbessert. Die 30 Pfeile pro Tag daheim mit Fokus auf Technik haben sich ausgezahlt. Ich löse besser, hab wieder Druck in der linken Schulter, ziele wieder sauberer.

Auch die Target Panic ist nahezu überwunden. Ein gutes Gefühl, sich aus einem Formtief wieder herausgearbeitet zu haben. Hab sogar das Wunder geschafft, dass ich den Bogen ohne jedwede Umstellungen auch mit meinen schwereren 3D-Pfeilen schießen zu können. Ich bin sowas von happy.

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Ich denke und hoffe, dass ich mit dem jetzigen Setup viel und lange Freude haben werde. Für die Interessierten:

  • Mittelteil: Best Moon 25″ mit Standard-Gewichten
  • 250 Gramm Zusatzgewicht
  • Uukha UX100 Curve Wurfarme (long) mit 34#
  • Gabriel BiDrop Pfeilauflage
  • Gabriel Magnetbutton
  • Sehne BSY 8190 70″
  • Pfeile Halle: Victory VAP 6 700 mit 350er Björn DragonFlight Vanes und 110er Top-Hat-Spitzen
  • Pfeile Feld/WA: Victory VAP 6 700 mit 225er Björn DragonFlight Vanes (alternativ 175er Bohnings, funktionieren auch gut) und 110er Top-Hat-Spitzen
  • Pfeile 3D: Penthalon Hunter Extreme 800 mit Protectorring, 3D-Spitzen und 4″-Federn

Bin fast noch am Überlegen, ob ich nochmal etwas schwerere Pfeile für Feld und WA ausprobiere. Hab meinen Nullpunkt derweil bei etwa 60 Metern und für die Disziplinen brauche ich nur 50 Meter. Aber das ist Nebensache. Der Bogen schießt sich wunderbar, das Schießen fühlt sich hervorragend an und das ist die Hauptsache.

Hoffe, dass das Wetter diese Woche nochmal mitspielt entgegen dem Wetterbericht, ich hab derzeit so richtig Bock aufs Schießen. Mehr als je zuvor.

 

Bogenpark Oberweissbach: Spannender 3D-Parcours mit schöner Kulisse

Sonntag war mal wieder Parcours-Ausflug angesagt, nachdem Kumpel Ingo mich so semispontan überreden konnte, aufs Auspennen zu verzichten. Der Bogenpark Oberweissbach in Österreich sollte es werden. Kurzerhand hab ich meinen Blankbogen mal daheim gelassen, hatte ohnehin vor, am Sonntag mal wieder ein wenig mit meinem Hoyt Tiburon zu schießen, da mir die Umstellung auf die Hallensaison derzeit noch etwas schwer fällt und ich mal den Kopf freibekommen wollte.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt von München aus kamen wir jedenfalls an. Der Bogenpark ist sehr idyllisch gelegen, mit viel Wald, Wiesen und Bergen drumherum. Mittendrin ein schönes Wirtshaus, wo man sich vor und nach dem Schießen wunderbar stärken kann, sowohl drinnen als auch auf der schönen Terrasse. Übrigens zu sehr humanen Preisen, ein richtig gutes Wiener Schnitzel für etwas mehr als zehn Euro – kann man nicht meckern. Parkplätze sind hinreichend vorhanden.

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Der Bogenpark selbst besteht aus vier Parcouren, die rund um das zentrale Wirtshaus angelegt wurden. Jeder Parcours verfügt über 14 Stationen mit teils mehreren 3D-Tieren und umfasst jeweils einen Laufweg von etwa eineinhalb bis zweieinhalb Kilometern. Zu dritt jeweils gut in ein bis eineinhalb Stunden pro Parcours zu schaffen, wenn man es gemütlich angehen lässt. Optisch eine schöne Mischung aus Panorama und Wald, geht es munter bergauf und bergab, aber ohne allzu große Schwierigkeiten. Die Wege im Parcours sind gut gekennzeichnet und auch gut zu gehen. Festes Schuhwerk ist natürlich ein Muss.

Geschossen wird nach der Regel, dass maximal drei Pfeile auf ein Ziel geschossen werden, wobei beim ersten Treffer der nächste Schütze an der Reihe ist. Punktekarten gibt es bei der Hütte, dort muss man sich auch eintragen und das Eintrittsgeld (sehr moderate 5 Euro pro Parcours und Person) zahlen. Das geht ganz easy an einer Box ohne großen Aufwand. Die Betreiber setzen auf die Ehrlichkeit der Bogenschützen. Leihausrüstung und Kurse gibt es übrigens auch, aber nur nach Voranmeldung. Ein Einschussbereich zum Aufwärmen ist natürlich ebenfalls vorhanden, ebenso wie eine Infotafel mit allen nötigen Infos und Wegbeschreibungen.

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Die Parcoure sind recht anspruchsvoll und haben ordentlich an meinen Nerven genagt. Was aber vor allem daran lag, dass ich meinen Tiburon überhaupt das erste Mal intuitiv auf einem 3D-Parcours geschossen hab. Ging aber erfreulich gut, ich konnte mit meinen Freunden gut mithalten und belegte am Ende mit jeweils zehn Punkten Unterschied nach vorn und hinten den mittleren Platz von uns Dreien. Hat mich allerdings auch drei Pfeile gekostet. Zwar gibt es lobenswerterweise an den meisten Stationen Fangnetze, Dämpfer und Matten, die können aber halt nicht alles abfangen. Erwartungsgemäß hab ich doch den einen oder anderen Pfeil daneben gesetzt und bei meinem typischen Glück drei Mal auf Stein getroffen. Autsch.

Bleibt nicht aus, wenn man Bogen und Schusstechnik nicht so gewohnt ist und sich erstmal reinfieseln muss. Ich bin normalerweise Stringwalker und überhaupt nicht geübt im Intuitivschießen. Das war’s aber wert und ich bin ganz froh, dass ich mit dem kurzen Jagdrecurve nebst Feldköcher mal etwas weniger herumzuschleppen hatte.

Die Ziele sind jedenfalls clever, schön und natürlich gestellt. Die Palette der Entfernungen von eher kurz bis lang wird wunderbar ausgenutzt, hinzu kommen nicht wenige Schüsse bergauf und bergab mit teils schwer einzuschätzenden Entfernungen und einigen knappen Passagen für den Pfeilflug sowie teils kniffligen Standpositionen. Die drei der vier Parcoure, die wir geschafft haben, machten uns jedenfalls eine Menge Spaß und haben uns ordentlich gefordert. Die 3D-Tiere sind größenteils sehr gut in Schuss, der gesamte Parcours wirkt ebenfalls sehr gepflegt. Es gibt die übliche Bepflockung in Rot, Blau und Gelb, zusätzlich noch weiße Pflöcke, wir vermuten für Frischlinge.

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Der Bogenpark ist übrigens das ganze Jahr über geöffnet, man kann sich also auch im Winter austoben. Wobei das Wirtshaus wohl ab Mitte Oktober während der Herbst-Winter-Saison nur am Wochenende geöffnet ist, wenn wir das richtig mitbekommen haben. Alles in allem haben wir viereinhalb Stunden im Bogenpark verbracht, zuzüglich lecker Essen und ein Bierchen hinterher. Langweilig wurde es uns nicht, die Anlage ist wirklich schön, das Personal rund um Chef Marc Schmiderer superfreundlich und hilfsbereit. Wir fanden es super und kommen sicherlich wieder!

Weitere Informationen zum Bogenpark, den Parcouren sowie Angebot und Preisen findet ihr auf der Website vom Bogenpark Oberweissbach.