Bogenschießen: Der Hunger ist zurück

Puh, nach dem holprigen Hallenstart und der verkackten Vereinsmeisterschaft war die Motivation ganz schön im Keller, muss ich zugeben. Nach ein paar Tagen Pause und einigen Umbauentscheidungen ist der Hunger aber nun wieder da.

Als erstes hab ich meinem Bogen mit der Gabriel Bi-Drop eine neue Auflage spendiert. Wie gemacht für Stringwalker, da sie bei vertikalem Druck, wie er auf kurze Entfernungen durch den niedrigen Abgriff auftritt, einfach nach unten wegklappt und damit den Druck wegnimmt, sodass der Pfeil nicht mehr von der Auflage nach oben katapultiert wird. Musste dafür allerdings das Griffstück tauschen, da die Auflage aufgrund fehlender Bohrungen nicht ans Spigarelli Revolution passt. Superärgerlich, aber letztendlich auch egal.

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Das neue Setup mit SF Forged+, Uukha-Armen, neuer Sehne sowie Gabriel-Auflage und Magnetbutton machte sich im Training richtig gut. Endlich wieder vernünftige Gruppierungen und die wenigen Ausreißer waren deutlich weniger extrem. Dazu deutlich weniger Abgriff, spart mir rund 1 cm bei den kurzen Distanzen. Auch fein. Wird erstmal so weitergeschossen, vielleicht kommt doch irgendwann dann mal ein neues Mittelteil. Aber erstmal passt das so. Hoffe ich.

Das Spigarelli ist aber nicht arbeitslos. Hab es mit meinen alten SF-Wurfarmen bestückt. Der Bogen steht quasi griffbereit zuhause, damit ich jeden Abend mal zehn oder mehr Passen in der Bude schießen kann zwecks Techniktraining. Ist ja nicht so, dass sich da nicht genug Defizite eingeschlichen haben. Lag ja alles nicht ausschließlich an der Auflage, sondern auch an schlampiger Technik und derzeit angeschlagenem physischen Zustand. Muss nur dran denken, die Schussmatte vernünftig aufzustellen, damit die Pfeile nicht durchschlagen und mir die Wand perforieren.

Nach der Formkrise und dem zugehörigen Frust hab ich jetzt jedenfalls wieder ein „Jetzt erst recht“-Gefühl und den nötigen Hunger, der mir eine Weile verloren gegangen ist. Schaun mer mal, wie es nun weitergeht.

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Der Herbst: Hallensaison, Formtief und Zocken in Ägypten

So, nach längerer Zeit endlich mal wieder ein Update. Mittlerweile ist die Hallensaison gestartet und hat mich mit einem schönen Formtief begrüßt. Die Umstellung auf die Halle fällt mir richtig schwer dieses Jahr. Zumal sich mein Spiga/Uukha-Baby auf 18 Meter als kleine Zicke entpuppt hat, anscheinend eine kritische Entfernung fürs Stringwalking bei der Auflage. Nach viel Ausprobieren hab ich mich nun entschlossen, die Hallensaison doch wieder mit meinem alten Bogen zu schießen.

Wird auch Zeit, dass es wieder aufwärts geht, immerhin steht demnächst die Vereinsmeisterschaft an, gefolgt von (hoffentlich) der Bezirksmeisterschaft und diversen Hallenturnieren. Nervt mich, dass ich durch das Tief wieder drei Wochen verloren hab. Aber das wird schon noch, die ersten Ergebnisse stimmen mich recht zuversichtlich:

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War in zwei Jahren meine erste kleine Formkrise, gar nicht einfach, sowas zu überwinden, zumal das schnell am Spaßfaktor nagen kann. Was mit ganz gut getan hat, war der Parcoursbesuch neulich, wo ich mal den Jagdrecurve instinktiv geschossen hab. Einfach mal ohne Druck, ohne Basteleien und ohne viel Grübeln „rumballern“ macht echt den Kopf frei.

Entsprechend gibt’s im Winterhalbjahr nun in der Halle kräftig Training, während ich draußen vornehmlich Fun-Shooting mit dem Tiburon machen werde, so als kleiner Ausgleich. Mal schauen, wie das funktioniert, bisher geht es richtig gut, hier mal eine Passe aus ca. 20 Metern von gestern, für mein drittes Mal Instinktivschießen gar nicht so übel, denke ich:

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Ansonsten gerade mal meine Bogenecke ausgemistet, mal schauen, was ich von dem Zeug so verkauft krieg.

Zocktechnisch hat mich derweil Assassin’s Creed Origins voll im Griff. Das alte Ägypten hat mich schon als Kind fasziniert und Ubisoft hat das wirklich toll und sehenswert umgesetzt. Außerdem macht es wahnsinnig Spaß. Es gibt so viel zu tun: schöne Quests, feine Story, überall was zu entdecken und in den alten Grabstätten, Tempeln und Pyramiden auf Schatzsuche zu gehen, macht richtig Laune. Wunderbar: nach 37 Stunden hab ich erst etwa die Hälfte durch. Das heißt, die nächsten Herbstabende sind gerettet.

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Okay, zugegeben, es wirkt alles etwas, als ob Ubisoft so die besten Sachen aus Assassin’s Creed, The Witcher 3, Tomb Raider und etlichen anderen Titeln kopiert und zusammengebaut hat. Das aber gut und wie gesagt, es macht Spaß. Also alles richtig gemacht. Und da das Wetter auch gerade ganz okay ist in meiner Urlaubswoche, gibt’s die Tage noch reichlich Zockerei, garniert mit Ausflügen zum Stöckchen schubsen auf der Keltenschanze. Cool.