Hallensaison vorbei, es geht wieder raus!

Alle Jahre wieder: kurz vor Ostern ist die Hallensaison vorbei und es geht endlich wieder raus auf die Keltenschanze. Es gibt reichlich zu tun, die Vorbereitungen für die kommenden Frühjahrsturniere laufen auf Hochtouren. Abgesehen davon hat sich ja einiges bei meiner Ausrüstung geändert und basierend auf den Erfahrungen der letzten Wochen auch bei der Schusstechnik.

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An einem Wochenende hatte ich schon mal Gelegenheit, mein ganzes Pfeilarsenal durchzuchecken. Nach dem Tuning des Bogens und nochmaliger Veränderung meines Ankerpunkts, der nun deutlich stabiler ist als zuvor, gibt’s natürlich wieder Veränderungen beim Pfeilflug. Mal ganz abgesehen davon, dass mein feines 18-Meter-Hallensetup auf 40 Meter und mehr mal so gar nicht funktioniert hat.

Also wieder Großbasteltage. Button neu justiert, Auflage angepasst und alles auf die Pfeile abgestimmt, die mich nun im Frühjahr und Sommer begleiten sollen. Beim direkten Vergleich meines Arsenals haben sich schlussendlich die Easton ACC 680 mit 80 gr. Spitze und 225er Dragon Flight Vanes als Favoriten herauskristallisiert. Hatten einfach von allen die dichteste Gruppierung. Mal schauen, ob ich damit den Aufwärtstrend nach meiner Herbst-Winter-Formkrise aufrecht erhalten kann. Bisher sieht’s nicht übel aus.

Die härteren 620er kommen erstmal in die Reserve, die 3D-Ofenrohre dürfen sich mit meinem Jagdrecurve vergnügen. Einzig die Victory VAP 700 werde ich noch weiter nutzen, aber nur zu Trainingszwecken für Feld und 3D, bis ich da wieder so sicher schieße, dass nicht allzu viele Pfeile in die Pampa segeln.

Ansonsten endlich einen roten Feldköcher geholt, passende zum Mittelteil meines Bogens und eine Bestellung bei Yost in den USA ist auch raus. Jetzt muss demnächst nur noch das Wetter mitspielen.

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Das Elend mit den Pfeilen …

Irgendwie hört der Bogensport nie auf, einen zu überraschen. Nachdem ich mit dem Best Moon und den Uukhas endlich meine Erfüllung und ein – wie ich meine – gutes Tuning gefunden habe, geht das große Aussortieren weiter. Mit einigen verblüffenden Ergebnissen. Dass meine alten ACC 620, die ich eigentlich schon verkaufen wollte, mit dem neuen Bogen auf WA-Distanzen fliegen wie eine Eins, ist nur eine Sache.

Derweil sind noch ein paar Easton X7 mit NIBB-Spitzen, 350er DragonFlight Vanes und Easton Super Nocks und 2114er Spine dazu gekommen, die ich gebraucht günstig bekommen hab. Der erste Ausflug in die Halle war damit überaus vielversprechend. Das Tuning des Bogens passt prima, die Pfeile fliegen gut und erfreulich zielgenau.

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Meine 3D-Pfeile indes entpuppten sich als zu weich. Fast schon absurd. Mein alter 32-Lbs-Bogen mit SF-Wurfarmen kommt mit dem Spinewert von 800 wunderbar klar, die Dinger landen da, wo sie sollen. Beim nur zwei Lbs stärkeren Best Moon mit den Uukhas entpuppen sie sich als viel zu weich. Dort scheinen die 600er deutlich besser zu fliegen. Was zwei Lbs und die massiv schnelleren Wurfarme ausmachen können. Augenscheinlich fühlen sich die Uukhas mit 6-700ern deutlich wohler trotz des auf dem Papier geringen Unterschieds.

Da bleibt wie üblich die Empfehlung: nicht blind irgendwas bestellen, was theoretisch passen könnte, sondern ausprobieren, wenn irgend möglich. Spinewerte, Federn, Spitzen, Wurfarme, Zuggewicht, Schaftlänge – all das ist ein ungemein komplexes Zusammenspiel, das manchmal so gar nicht so recht der Theorie entsprechen mag.

Damit ist die To-Do-Liste wieder gut gefüllt. Für Halle, WA und Feld hab ich jetzt im Prinzip alles wunderbar zusammengestellt. Für 3D geht’s nun daran, meinen Bestand durchzuprobieren und für den Best Moon und den Jagdrecurve die passenden Pfeile zu finden, vorzugsweise aus meinem nicht ganz kleinen Bestand. Natürlich nehm ich für 3D robustere und schwerere Pfeile mit entsprechenden Spitzen, nicht dass nach den üblichen Fehlschüssen der Bestand gleich wieder schrumpft.

Werd daher meine verschiedenen Sorten 600er mal mit dem neuen Bogen probieren und die Altbestände mit dem Jagdrecurve durchtesten. Bei dem hatte ich eh das Gefühl, dass die 600er zu hart sind. Mit etwas Glück passt das alles dann doch irgendwie zusammen, sodass ich am Ende für jeden Bogen die passenden Pfeile parat habe, ohne wieder das Sparschwein schlachten zu müssen. Es bleibt spannend. Aber so langsam neigt sich alles einem guten Ende zu 🙂

Turnierpremiere 2018 und so weiter …

Sodele, erstmal nachträglich noch ein gutes neues Jahr in der Hoffnung, dass ihr die Feiertage gut überstanden habt. Konnte die Urlaubszeit dank gutem Wetter doch erfreulich oft nutzen, ab und zu mal etwas Carbon durch die Gegend zu schubsen. Das neue Setup mit dem Best Moon Mittelteil erforderte ja noch ein wenig Arbeit. Entfernungen ausschießen halt.

Bin dabei noch auf die Idee gekommen, meine altehrwürdigen und recht teuren Easton ACC 620, die ich eigentlich schon verkaufen wollte, nochmal zu testen. Flogen mit dem alten Setup wie Ofenrohre, mit dem neuen funktionieren sie tatsächlich besser als meine heiß geliebten VAPs, die für Feld und WA wohl nun doch in die Reserve wanderns. Wunderbares Gefühl, dass selbst beim Ausschießen der Entfernungen tatsächlich ALLE Pfeile in die Punkte gegangen sind. Geil.

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Auch meine Penthalon Hunter Extreme für 3D funktionieren wunderbar. Bis auf die Federn, die sind schlecht geklebt. Werde sie wohl runterrupfen und doch mal die Dragon Flights draufmachen. Nervt, wenn man nach jedem Schießen zwei oder drei Pfeile nachkleben muss. Wenn man halt nicht alles selber macht …

Der Bogenumbau war auf jeden Fall eine hervorragende Idee. Das neue Setup macht richtig Spaß und schießt sich traumhaft. Auch der neue Tab von Yost Archery ist der absolute Hammer.

Heute gab’s das erste Turnier 2018. Ein hübsches Vereinsturnier, natürlich draußen, mit einer Mischung aus Feld und 3D. Hat Spaß gemacht. Ergebnis passt auch. Guten dritten Platz mit 163 Punkten geschossen, nur 6 Punkte hinter den Erstplatzierten. Und das, obwohl ich mit den 3D-Pfeilen noch nicht alle Reichweiten ausgeschossen hatte und das ganze Setup überhaupt das erste Mal auf einer Turnierrunde genutzt habe. Da geht noch einiges. Scheint, als hab ich jetzt nach langem Basteln endlich die solide Basis, die zu mir passt und die ich immer gesucht habe, spätestens seit dem Formtief im Herbst.

Gemütlich war es nicht gerade, etwas über 0 Grad mit einesetzendem Nieselregen am Ende. Aber: auch die Outdoorklamotten sind derweil perfekt. Thermosocken und -unterwäsche, Woll-Hoodie, Outdoorhose, gefütterte Treckingboots und eine warme Softshelljacke. Damit ist es immer schön warm und trocken und die Bewegungsfreiheit damit ist super.

Auch das heimische Training zahlt sich aus. Die Technik wird besser, bis auf den einen oder anderen Patzer hier und da. Aber wenigstens merk ich selber, welche Fehler ich mache und kann sie dann beheben. Auch Kraft und Ausdauer werden besser. 2018 könnte in Sachen Bogenschießen ein gutes Jahr werden.

Die Bogenecke ist nun ebenfalls nahezu ausgeräumt. Noch ein weiterer Bogen hat einen Abnehmer gefunden und auch das Kleinkram ist weitestgehend verkauft. Mal gespannt, was in diesem Jahr noch alles kommt. Wäre ja nicht schlecht, wenn das Basteln und Ausprobieren endlich mal zur Ruhe kommt und ich mich voll und ganz drauf konzentrieren kann, schlicht und einfach besser und konstanter zu werden. Auf jeden Fall fühlt sich alles sehr gut an, und das ist die halbe Miete. Bogenschießen ist viel Kopfsport, wenn man sich mit allem wohl fühlt, klappt vieles wie von selbst.

 

Verdammt sportliche Weihnachten

Meine zweieinhalb Wochen Weihnachtspause fingen ja nicht so gut an dank eingeklemmtem Nerv und mehreren Tagen Rückenschmerzen nebst verpasstem Fackelturnier. Das wunderbare Wetter an den drei Weihnachtstagen hat mich aber komplett wieder versöhnt. So sportlich war Weihnachten noch nie für mich, drei Tage jeweils vier Stunden auf unserem Bogenparcours verbracht.

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Hab die Zeit und die Sonne gut genutzt und mein Weihnachtsgeschenk in allen Belangen eingestellt, eingerichtet, getuned und ausgeschossen. Mit dem Ergebnis, dass das Best Moon Mittelteil für meinen Blankbogen ein Goldgriff war. Das Spiga Revo war ja nicht übel, aber in Verbindung mit den temporeichen Uukha-Wurfarmen einfach zu instabil für sauberes Schießen. Der Spiga dient nun zuhause mit meinen alten SF-Wurfarmen als Trainingsbogen für die Technik.

Erfreulicherweise konnte ich in den letzten Wochen zudem über 700 Euro durch den Verkauf alter Bögen, Pfeile und Zubehör einnehmen, sodass die Anschaffung auch gleich wieder mehr als gedeckt war.

Das neue Setup ist nach dem Tuning jedenfalls ein Traum. Der Bogen schießt sich fantastisch auf allen Entfernungen. Der Point Blank liegt bei derweil 60 Metern. Auch die Schusstechnik hat sich wieder deutlich verbessert. Die 30 Pfeile pro Tag daheim mit Fokus auf Technik haben sich ausgezahlt. Ich löse besser, hab wieder Druck in der linken Schulter, ziele wieder sauberer.

Auch die Target Panic ist nahezu überwunden. Ein gutes Gefühl, sich aus einem Formtief wieder herausgearbeitet zu haben. Hab sogar das Wunder geschafft, dass ich den Bogen ohne jedwede Umstellungen auch mit meinen schwereren 3D-Pfeilen schießen zu können. Ich bin sowas von happy.

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Ich denke und hoffe, dass ich mit dem jetzigen Setup viel und lange Freude haben werde. Für die Interessierten:

  • Mittelteil: Best Moon 25″ mit Standard-Gewichten
  • 250 Gramm Zusatzgewicht
  • Uukha UX100 Curve Wurfarme (long) mit 34#
  • Gabriel BiDrop Pfeilauflage
  • Gabriel Magnetbutton
  • Sehne BSY 8190 70″
  • Pfeile Halle: Victory VAP 6 700 mit 350er Björn DragonFlight Vanes und 110er Top-Hat-Spitzen
  • Pfeile Feld/WA: Victory VAP 6 700 mit 225er Björn DragonFlight Vanes (alternativ 175er Bohnings, funktionieren auch gut) und 110er Top-Hat-Spitzen
  • Pfeile 3D: Penthalon Hunter Extreme 800 mit Protectorring, 3D-Spitzen und 4″-Federn

Bin fast noch am Überlegen, ob ich nochmal etwas schwerere Pfeile für Feld und WA ausprobiere. Hab meinen Nullpunkt derweil bei etwa 60 Metern und für die Disziplinen brauche ich nur 50 Meter. Aber das ist Nebensache. Der Bogen schießt sich wunderbar, das Schießen fühlt sich hervorragend an und das ist die Hauptsache.

Hoffe, dass das Wetter diese Woche nochmal mitspielt entgegen dem Wetterbericht, ich hab derzeit so richtig Bock aufs Schießen. Mehr als je zuvor.

 

Der Herbst: Hallensaison, Formtief und Zocken in Ägypten

So, nach längerer Zeit endlich mal wieder ein Update. Mittlerweile ist die Hallensaison gestartet und hat mich mit einem schönen Formtief begrüßt. Die Umstellung auf die Halle fällt mir richtig schwer dieses Jahr. Zumal sich mein Spiga/Uukha-Baby auf 18 Meter als kleine Zicke entpuppt hat, anscheinend eine kritische Entfernung fürs Stringwalking bei der Auflage. Nach viel Ausprobieren hab ich mich nun entschlossen, die Hallensaison doch wieder mit meinem alten Bogen zu schießen.

Wird auch Zeit, dass es wieder aufwärts geht, immerhin steht demnächst die Vereinsmeisterschaft an, gefolgt von (hoffentlich) der Bezirksmeisterschaft und diversen Hallenturnieren. Nervt mich, dass ich durch das Tief wieder drei Wochen verloren hab. Aber das wird schon noch, die ersten Ergebnisse stimmen mich recht zuversichtlich:

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War in zwei Jahren meine erste kleine Formkrise, gar nicht einfach, sowas zu überwinden, zumal das schnell am Spaßfaktor nagen kann. Was mit ganz gut getan hat, war der Parcoursbesuch neulich, wo ich mal den Jagdrecurve instinktiv geschossen hab. Einfach mal ohne Druck, ohne Basteleien und ohne viel Grübeln „rumballern“ macht echt den Kopf frei.

Entsprechend gibt’s im Winterhalbjahr nun in der Halle kräftig Training, während ich draußen vornehmlich Fun-Shooting mit dem Tiburon machen werde, so als kleiner Ausgleich. Mal schauen, wie das funktioniert, bisher geht es richtig gut, hier mal eine Passe aus ca. 20 Metern von gestern, für mein drittes Mal Instinktivschießen gar nicht so übel, denke ich:

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Ansonsten gerade mal meine Bogenecke ausgemistet, mal schauen, was ich von dem Zeug so verkauft krieg.

Zocktechnisch hat mich derweil Assassin’s Creed Origins voll im Griff. Das alte Ägypten hat mich schon als Kind fasziniert und Ubisoft hat das wirklich toll und sehenswert umgesetzt. Außerdem macht es wahnsinnig Spaß. Es gibt so viel zu tun: schöne Quests, feine Story, überall was zu entdecken und in den alten Grabstätten, Tempeln und Pyramiden auf Schatzsuche zu gehen, macht richtig Laune. Wunderbar: nach 37 Stunden hab ich erst etwa die Hälfte durch. Das heißt, die nächsten Herbstabende sind gerettet.

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Okay, zugegeben, es wirkt alles etwas, als ob Ubisoft so die besten Sachen aus Assassin’s Creed, The Witcher 3, Tomb Raider und etlichen anderen Titeln kopiert und zusammengebaut hat. Das aber gut und wie gesagt, es macht Spaß. Also alles richtig gemacht. Und da das Wetter auch gerade ganz okay ist in meiner Urlaubswoche, gibt’s die Tage noch reichlich Zockerei, garniert mit Ausflügen zum Stöckchen schubsen auf der Keltenschanze. Cool.