Turnierpremiere 2018 und so weiter …

Sodele, erstmal nachträglich noch ein gutes neues Jahr in der Hoffnung, dass ihr die Feiertage gut überstanden habt. Konnte die Urlaubszeit dank gutem Wetter doch erfreulich oft nutzen, ab und zu mal etwas Carbon durch die Gegend zu schubsen. Das neue Setup mit dem Best Moon Mittelteil erforderte ja noch ein wenig Arbeit. Entfernungen ausschießen halt.

Bin dabei noch auf die Idee gekommen, meine altehrwürdigen und recht teuren Easton ACC 620, die ich eigentlich schon verkaufen wollte, nochmal zu testen. Flogen mit dem alten Setup wie Ofenrohre, mit dem neuen funktionieren sie tatsächlich besser als meine heiß geliebten VAPs, die für Feld und WA wohl nun doch in die Reserve wanderns. Wunderbares Gefühl, dass selbst beim Ausschießen der Entfernungen tatsächlich ALLE Pfeile in die Punkte gegangen sind. Geil.

IMG_20171015_163553037

Auch meine Penthalon Hunter Extreme für 3D funktionieren wunderbar. Bis auf die Federn, die sind schlecht geklebt. Werde sie wohl runterrupfen und doch mal die Dragon Flights draufmachen. Nervt, wenn man nach jedem Schießen zwei oder drei Pfeile nachkleben muss. Wenn man halt nicht alles selber macht …

Der Bogenumbau war auf jeden Fall eine hervorragende Idee. Das neue Setup macht richtig Spaß und schießt sich traumhaft. Auch der neue Tab von Yost Archery ist der absolute Hammer.

Heute gab’s das erste Turnier 2018. Ein hübsches Vereinsturnier, natürlich draußen, mit einer Mischung aus Feld und 3D. Hat Spaß gemacht. Ergebnis passt auch. Guten dritten Platz mit 163 Punkten geschossen, nur 6 Punkte hinter den Erstplatzierten. Und das, obwohl ich mit den 3D-Pfeilen noch nicht alle Reichweiten ausgeschossen hatte und das ganze Setup überhaupt das erste Mal auf einer Turnierrunde genutzt habe. Da geht noch einiges. Scheint, als hab ich jetzt nach langem Basteln endlich die solide Basis, die zu mir passt und die ich immer gesucht habe, spätestens seit dem Formtief im Herbst.

Gemütlich war es nicht gerade, etwas über 0 Grad mit einesetzendem Nieselregen am Ende. Aber: auch die Outdoorklamotten sind derweil perfekt. Thermosocken und -unterwäsche, Woll-Hoodie, Outdoorhose, gefütterte Treckingboots und eine warme Softshelljacke. Damit ist es immer schön warm und trocken und die Bewegungsfreiheit damit ist super.

Auch das heimische Training zahlt sich aus. Die Technik wird besser, bis auf den einen oder anderen Patzer hier und da. Aber wenigstens merk ich selber, welche Fehler ich mache und kann sie dann beheben. Auch Kraft und Ausdauer werden besser. 2018 könnte in Sachen Bogenschießen ein gutes Jahr werden.

Die Bogenecke ist nun ebenfalls nahezu ausgeräumt. Noch ein weiterer Bogen hat einen Abnehmer gefunden und auch das Kleinkram ist weitestgehend verkauft. Mal gespannt, was in diesem Jahr noch alles kommt. Wäre ja nicht schlecht, wenn das Basteln und Ausprobieren endlich mal zur Ruhe kommt und ich mich voll und ganz drauf konzentrieren kann, schlicht und einfach besser und konstanter zu werden. Auf jeden Fall fühlt sich alles sehr gut an, und das ist die halbe Miete. Bogenschießen ist viel Kopfsport, wenn man sich mit allem wohl fühlt, klappt vieles wie von selbst.

 

Advertisements

Geiles Wetter, geiler Bogen, geile Zeit

Mann, was für ein superschönes Bogenwochenende nach den Fluten der letzten Tage. Bilderbuchwetter am Samstag und Sonntag, fast schon zu warm heute, aber egal. Hab natürlich die Gelegenheit genutzt, beide Tage zur Keltenschanze zu fahren. Musste ja schließlich meine ersten selbst gebauten Pfeile ausprobieren und was soll ich sagen: sie sind super. Okay, eine Feder muss ich noch nachkleben, aber die Spitzen haben sogar einen „Oberammergauer“ ausgehalten, wie Gernot so schön sagt. Sprich volles Pfund in eine Baumwurzel gejagt.

img_3243.jpg

Schieße jetzt 700er Victory VAP V6 mit 110 grain Top-Hat-Spitzen und 1,75″ Bohning Vanes und Bohning-Nocken und bin mega zufrieden. Fliegen noch etwas gradliniger als die CrossX Helios, erfreulicherweise bei gleichen Abgriffen, gleicher Auflageneinstellung und nur zwei Klicks mehr auf dem Button. Die Helios werden nun zum Backup und hauptsächlich für 3D eingesetzt, sind halt nicht ganz so teuer wie die VAPs.

Der neue Bogen ist ein Traum, nachdem ich gestern noch die letzten kleinen Justierungen vorgenommen habe. Lediglich der Spigarelli-typisch wacklige Griff muss noch getauscht werden. Hoffe, dass der Jager Grip aus den USA bald eintrudelt. Die lieben Kollegen, die den Bogen mal ausprobieren durften, waren auch sehr begeistert. Vor allem aber muss ich nicht mehr improvisieren wie bei meinem vorherigen Bogen und mich nach dessen Eigenheiten richten, sondern nun macht der Bogen, was ich will. Heißt natürlich auch, dass er mir jeden Fehler unter die Nase reibt, aber das ist gut so. Nur so wird man besser. Hab nun leider keine Ausreden mehr, wenn ich Scheiße schieße.

IMG_3241

Konnte gestern und heute vieles ausprobieren und hoffe, die neuen Erkenntnisse fruchten. Erstaunlich, wie viel es schon bringen kann, wenn man einfach mal richtig guten Schützen zuschaut, so wie bei der Barebow Competition bei den World Games. Scheint zumindest so, zumindest hab ich bei meiner ersten 3D-Runde in diesem Jahr mit neuem Bogen gleich mal persönliche Bestleistung geschossen. Muss ja bisserl was tun, die 3D-Vereinsmeisterschaft ist nicht mehr sooo weit weg.

Turnier #2 erledigt

Heute mein zweites Turnier geschossen, ein WA900 in Waldtrudering mit knapp 100 Teilnehmern. Sah erst nicht gut aus wegen Regen, aber genau zum Beginn hörte es auf und teils krabbelte die Sonne mit satten 30 Grad raus. Freu mich schon auf meinen Sonnenbrand, aua.

Turnier über 50, 40 und 30 Meter hat viel Spaß gemacht, dazu sehr nette Schützen in meiner Bogenklasse. Der ganze Ablauf war mir nun auch vertrauter, daher auch deutlich weniger unsicher. Allerdings mal wieder ein paar superdumme Schüsse dabei gehabt, 1x sogar auf die falsche Scheibe. Egal.

IMG_3175

Bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, gerade weil mein Bogen nicht wirklich für 40 und 50 Meter eingerichtet ist, sondern eher für Feld und 3D. Auf 50 Meter deutlich mehr geholt als erwartet, 40 Meter war bisserl mau aber besser als letzten Sonntag, 30 war okay, wobei am Ende ein bisschen die Kraft und Konzentration nachließ. War von insgesamt etwa 550 Punkten ausgegangen, hab schlussendlich 608 gemacht und bin superhappy. Medaille für den 3. Platz feiert ihr Debut in meinem Trophäenschrank. Mehr war nicht drin, die beiden Erstplatzierten waren nicht zu knacken – 20 Jahre Erfahrung vs. 1 1/2 … Logisch und kein Problem.

IMG_3178

War nicht nur spaßig, nicht zuletzt dank der tollen Organisation vom TSV Waldtrudering (sauleckere Bratwürste), sondern auch extrem lehrreich. Hab jetzt erstmal eine verdammt lange To-Do-Liste abzuarbeiten, von Fehlern, die ich bei mir entdeckt habe bis hin zu weiteren Maßnahmen hinsichtlich der Bögen. Kann wirklich nur jedem empfehlen, der über den Anfängerstatus raus ist, Turniere mitzuschießen. Scheiß aufs Ergebnis, man nimmt ne Meeenge mit.

Hab jetzt richtig Bock, weiter an Schusstechnik und Bogen zu arbeiten und dann im August/September die nächsten Turniere anzugehen.

Kein Glück mit den Turnieren …

Läuft gerade nicht so. Hatte mich sehr auf den Mai gefreut, weil da einige Turniere anstanden und anstehen. Aber das Glück ist nicht bei mir. Zwar bei der WA720 im Verein den zweiten Platz gemacht, was mir die Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft in Ismaning ermöglicht, aber genau an dem Tag bin ich beruflich unterwegs. Meh.

Feldbogenturnier am Samstag ausfallen lassen, weil ich der Vereinsmeisterschaft am Tag danach Priorität eingeräumt habe und nicht zwei Turniere an zwei Tagen schießen wollte. Auch ein Fehler. Sonntag morgens um 7 zur VM pünktlich aufgewacht, aber gesundheitlich komplett angeschlagen. Daher auch keine Teilnahme an dieser Bezirksmeisterschaft. Und die 3D-Bezirk passt zeitlich überhaupt nicht. Schon doof.

IMG_2945

Naja, muss ich halt schauen, dass ich im Juni/Juli/August vielleicht im Umkreis von München noch das eine oder andere Turnier mitnehme. Gibt ja einige Feld-, 3D und WA900-Runden, die ganz reizvoll sind. Will unbedingt mehr Turniererfahrung sammeln, bin ja aus der Vereinsebene noch nicht hinausgekommen.

Immerhin geht’s beim Training voran. Das „neue“ Setup mit den neuen Pfeilen funktioniert gut und endlich sind auch die 40-50 Meter kein Problem mehr. War ich vor einem halben Jahr noch froh, wenn der Pfeil nicht ins Gebüsch ging, treffe ich nun fast immer die Punkte. Auf 50 ist beinah bei jeder Passe sogar ein Goldtreffer dabei und auch mal wieder ein bisschen 3D zeigte deutliche Verbesserungen, heute sogar in einer Dreierpasse zwei Treffer in den Kill bei einem unserer Tierbilder – Platz halt etwas aufgehübscht für die Bezirksmeisterschaft morgen. Wohlgemerkt auf 50 Meter!

2xkill

Es geht voran und ich freu mich tierisch drüber. Vor allem bei so genialem Wetter wie heute mit strahlendem Sonnenschein und deutlich über 20 Grad. Unser schattiges Plätzchen am Waldrand ist dann ein Hochgenuss bis auf die Mücken. Die bekommen halt ne Prise Autan 😉

Über Bögen und Learning by doing

Ach, ich bin gerade so schön im Flow. Also weiter geht’s mit dem Bogenkram. Damals, vor zwölf Jahren, ging es los mit dem Bogenschießen. Den Auftakt machte ein Mietbogen, den ich bei Bogensport Gärtner im Harz eingesammelt habe. Schlappe 90 km von meinem Heimatort entfernt, aber was tut man nicht alles, wenn man am Arsch der Welt wohnt.

Begonnen hab ich mit olympischen Recurve. Das heißt nicht, dass ich mich in fernen Landen um Medaillen gekloppt hab, sondern einfach einen simplen Holz-Recurve-Bogen mit Visier geschossen hab. Gemietet, nicht gekauft. Das einzige Überbleibsel aus der Zeit sind tatsächlich meine teuer erworbenen Easton ACC 620 Pfeile, die mir auch heute noch gute Dienste in der Halle leisten.

Bei meinem Neustart in München ging es so weiter, allerdings gönnte ich mir gleich einen eigenen Bogen, ein 150-Euro-Knüppel inklusive Zubehör von Ragim. War okay, aber schnell nicht mehr gut genug. Passte irgendwie alles nicht zusammen. Behalten hab ich ihn trotzdem. Ganz praktisch, wenn mal Freunde oder Kollegen mitschießen wollen. 24 lbs 70″ … wow, traurig, in meinem alten Verein hatte ich zuletzt 34 lbs auf den Griffeln.

Meine erste Anschaffung folgte schnell. Bei Harry von TDH Bogensport in München verliebte ich mich in ein SF Forged+ Mittelteil, das ich immer noch schießen. Für den moderaten Preis von etwas über 200 Euro immer noch ein klasse Teil. Ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis ist eben was feines. Die ersten Wurfarme natürlich gemietet. Kann man jedem Anfänger nur empfehlen, es kostet nicht viel, man kann ohne Aufpreis auf stärkere Wurfarme switchen und TDH rechnet die Miete sogar auf einen Kauf an.

IMG_2666

Zum Geburtstag letzten Sommer hab ich mir dann selber neue Wurfarme geschenkt. Auch von SF, Carbon-Wood-Ausführung, immerhin schon mit 30 lbs. Sind mittlerweile ein wenig verdreht, kommt davon, wenn man zu faul ist, eine Spannschnur zu benutzen. Meh. Aus Fehlern lernt man.

Ein Diamond Edge Infinite Compound-Bogen ergänzte recht schnell das Line-up. Mal was anderes schießen, ist auch was feines. Compound ist mir aber ehrlich gesagt zu technisch. Umlenkrollen, Visierfummelei, ewiges Einstellen. Bäh. Schätze, das gute Stück landet in absehbarer Zeit bei eBay. Interesse? Einfach melden. Ist nicht teuer und bestens in Schuss.

IMG_2154

Das Visier flog erstaunlich schnell raus. Hab zwar ganz gern olypmisch geschossen, aber eines Tages auf dem Parcours wurde ich überredet, doch mal Blankbogen (also ohne Visier und Anbauten) zu schießen. Witzigerweise von Anfang an besser getroffen als mit Visier. Bin dann zwar für drei oder vier Wochen wieder aufs Visier gegangen, aber das Blankbogenschießen hatte mich bei den Eiern.

Von da an schoss ich den Forged+ mit Stringwalking. Intuitiv (also ohne Abgreifen, Zielen oder sonstwas) konnte ich meiner lebenden Welt nicht antun. Meine Intuition war schon immer Scheiße. Lief gut, dank Trainer Björn und reichlich Ausprobieren. Ich bin halt Autodidakt. Ich lasse mir gern Dinge erklären, aber ich muss es dann selbst ausprobieren, um die Erfahrung richtig sacken zu lassen. Durchaus ein Vorteil, vor allem beim Bogenschießen.

Im November folgte dann ein Hoyt Tiburon, ein Jagdrecurve mit 64″ und 35 lbs. Konnte das gute Stück in der 40 lbs Ausführung einen Nachmittag probeschießen und hab mich dermaßen verliebt … Schönen Dank auch, 630 Euro weg. Natürlich folgten dann neue Pfeile, etliche Auflagen bis ich mit der Micro-adjustable Springy Rest von Pat Norris dann endlich meine Offenbahrung gefunden hatte (geiles Teil, simpel, aber gerade für Stringwalking ungemein effektiv). Leider nur in den USA zu bekommen und daher entsprechend lange Lieferzeit und teuer.

FullSizeRender1

Dazu immer wieder neue Pfeile (übrigens: einen Pfeil um 4 Zoll zu kürzen ist eine Scheißidee), andere Sehnen und so weiter und so fort. Hab mit Basteln und Ausprobieren bestimmt jeden Monat so um die 100 bis 200 Euro durch den Schornstein gejagt. Zumal man IMMER was findet, was besser sein könnte, egal ob Köcher, Pfeile, Sehne, Auflage oder was auch immer. Dazu unfassbar viel gelesen. Bogenschießen ist eine echte Wissenschaft und physikalisch völlig absurd. Schaut euch mal Slow-Motion-Videos auf Youtube vom Pfeilflug an, dann wisst ihr, was ich meine. Erinnert mich daran, dass ich mal Resteverkauf machen muss, so langsam stapelt sich das Zeug bei mir.

Aber man lernt ungemein aus dem ganzen Herumprobieren. Was erst unverständlich ist, wird auf einmal logisch. Erinnere mich noch an die Blicke, als ich mit einem 64-Zoll-Jagdrecurve Stringwalking ausprobiert habe, einfach um zu spüren, was da passiert. Ging übrigens überraschend gut, ist aber gar nicht gut für den Bogen wegen der ungleichmäßigen Belastung der Wurfarme.

Im November hab ich mir dann in der Halle tatsächlich den Vereinsmeister geholt. War aber nicht schwer bei zwei Teilnehmern in meiner Bogenklasse. Halle und 18 Meter ist bei unserer Truppe nicht so beliebt. Aber ich probier alles. Warum auch nicht? Jeder Schuss ist Training. So auch das eher maue Fackelturnier bei -3 Grad im Dunklen. Oder die 3D-Runde im Schnee. Und so weiter und so fort …

Zu Weihnachten gab es dann neue Wurfarme, nun mit 32 lbs und statt Carbon-Wood nun Carbon-Foam, weicher im Auszug und etwas schneller. Die Kraft ist echt schnell gekommen, derweil kann ich den Bogen recht problemlos 20 Sekunden im Vollauszug halten. Zielen > Power. Allerdings ist bei langen Entfernungen (Blank schießt man im Turnier bis 50 Meter) wird es dann doch kritisch.

Derzeit ist wieder viel Experimentieren im Gange. Bin zwar mit dem Bogen und dem aktuellen Setup ganz zufrieden, nachdem ich in der Osterwoche nochmals die Pfeile gewechselt habe und nun mit CrossX Helios 800 und CarbonExpress Predator 700 mit schwerer Feldspitze ziemlich happy bin. Werd aber noch die Easton Carbon One probieren demnächst. Ich brauche leichte Pfeile, um die größeren Entfernungen besser in den Griff zu bekommen.

IMG_2654

Habe mittlerweile unfassbar viel gelesen. Anleitungen, Erfahrungsberichte, Foren aus Deutschland und den USA. Gerade letztere sind sehr interessant, da dort viele Blankbogenschützen unterwegs sind. Schade, dass viele interessante Ausrüstungsteile in Deutschland nicht zu bekommen sind. Derzeit laufen zwei USA-Bestellungen für einen Jager Grip für den Forged+ und spannend aussehende Fingertabs. Werde berichten, wenn das Zeug mal endlich hier ist.

Diese Woche war eh wieder Einkaufstour angesagt. Die Nocken von meinen Helios sind Scheiße und lösen sich zu schnell -> neue bestellt. Will ohnehin noch ein paar andere Pfeilsorten ausprobieren. Schutzhüllen für die Wurfarme und Mittelteile, die im normalen Rucksack doch etwas zu sehr mitgenommen werden. Bessere Outdoor-Klamotten, um bei Turnieren im Regen keine Probleme zu bekommen (meine Softshell-Jacke für satte 180 Euro war schon ein Goldgriff, wasser- und winddicht und bei Temperaturen um 0 Grad reicht ein leichter Fleece-Pulli darunter, keine Einschränkungen der Bewegungsfreiheit).

Zuggewicht liegt derweil bei 32 bis 35 lbs, wird aber knapp mit den langen Schüssen bei 45 und 50 Meter. Auch wieder Optimierungsbedarf, Drüberhalten ist halt ungenau. Mein Ziel: Bei 50 Meter den Nullpunkt haben. Nach unfassbar viel Recherche wird nun demnächst mein fünfter Bogen eintrudeln. Werde es mit einem Spigarelli Revolution 25″ Barebow Mittelteil mit Kaya Kstorm Wurfarmen auf 34 lbs versuchen. Verdammt viel Gutes drüber gelesen und ich hab richtig Bock drauf. Hatte mich eigentlich in die Border Hex 6.6 Wurfarme verliebt, aber bei über 700 Euro pro Paar geht die Liebe schnell dahin. Mit Spiga und Kaya lande ich bei 600 für den gesamten Bogen. Uff. Die Border sind dann später mal dran … fürchte ich. Mit mehr Zugkraft, mehr Speed und BB-optimiertem Mittelteil sollte einiges möglich sein. Und wenn nicht: wieder was dazugelernt. Ums Geld ist es mir nicht schade, man lebt nur einmal und wenn man an etwas Spaß hat, soll man es tun.

Ach ja, den Tiburon gibt es immer noch. Hab ihn derweil einige Male mit einem Mix aus Split Vision und Gap Shooting geschossen im mediterranen Griff (wie gesagt: ich hab keine Intuition). War bis 25 Meter eine Offenbarung, darüber hinaus ein Albtraum. Ist aber nicht vom Tisch, demnächst wird das Ganze mal 3 Under mit leichteren Pfeilen geschossen. Mal gespannt, was dabei herauskommt.

Der Plan ist derzeit, den Forged+ für Feldbogen zu schießen mit den leichten Helios und auf 3D mit den schwereren, robusten Predators. Der Tiburon wird nebenher weiter trainiert, zum einen um zu sehen, was damit möglich ist, zum anderen als Alternative für 3D. Zumindest, bis der Spiga/Kaya-Mix ankommt. Dann kann sich schon wieder alles ändern. Wie gesagt, ich probiere irre gern, auch wenn mich das leistungstechnisch auch mal zurückwirft. Aber letztendlich dient es dem Verständnis, was alles so passiert mit einem Bogen, seinen Komponenten und der jeweiligen Schusstechnik.

Bogensport ist mittlerweile ein Teil von mir geworden und auch wenn der Hunger nach Turnieren und zumindest kleinen Erfolgen wächst, will ich weiter ausprobieren und lernen. Und dass es voran geht, ist unzweifelhaft. Beim WA720-Vereinsturnier nach nur zwei Mal Training immerhin Zweiter geworden. Mit einem einzigen Fehlschuss bei 72 Pfeilen. Und das, obwohl ich noch vor einem halben Jahr froh war, wenn ich auf die Entfernung den Dämpfer getroffen habe.

Hab einfach Bock drauf, so weiterzumachen, auszuprobieren, zu lernen und besser zu werden. Wenn dazu noch Erfolge kommen, auch gut. Werde im Sommer jedenfalls mal einige Turniere mitnehmen, den einen oder anderen Parcours rund um München anschauen und hoffentlich mal über Vereinsebene hinaus zu schießen. Die erste Chance mit der WA720 wird ja leider nix, da ich genau an dem Tag der Bezirksmeisterschaft auf eine Dienstreise gehe. Aber mit Feld, WA, 3D, Halle etc gibt es so viele Möglichkeiten.

Wird geil, hab ich Bock drauf.